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Konzeption
Wohngruppen
 
Friedrichstift Leimen
 
     
 
 
   
 
     
  I. Ziele unserer Arbeit

Das Kind/der Jugendliche soll bei uns emotionale und soziale Sicherheit erfahren, um darüber mehr emotionale und soziale Stabilität zu erreichen, sich an Wertemaßstäben zu orientieren lernen und insgesamt zu einer größeren Ich-Stärke finden.

Am Ende unseres gemeinsamen Weges kann die Rückkehr in die Herkunftsfamilie oder der Beginn eines selbständigen, selbstverantwortlichen und selbstbestimmten Lebens stehen.

II. Arbeitsweisen und -methoden

Wir streben eine Integration pädagogischer und psychologischer Erkenntnisse im erzieherischen Vorgehen an, um dem Einzelnen und seinem Entwicklungsstand gerecht zu werden. Deshalb legen wir Wert auf eine intensive, durch Supervision begleitete Zusammenarbeit von ErzieherInnen, Psychologe und Leiter.

Beratend nehmen wir in Fragen der diagnostischen Abklärung die Dienste der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Ambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Heidelberg in Anspruch und/oder einer mit uns zusammen arbeitenden Kinder- und Jugendpsychiaterin.

Unsere Arbeit stützt sich im wesentlichen auf 4 Aspekte, wobei die Grundlage unserer Arbeit die Lebensgemeinschaft in den Wohngruppen ist. Hier wird das Kind/der Jugendliche in seiner Einzigartigkeit aufgenommen und integriert. Der Aufbau von persönlichen, tragfähigen Beziehungen ist das vornehmliche Ziel. Die Kinder/Jugendlichen sollen eine zeitliche Strukturierung des Tages erfahren und werden zur Erledigung alltäglicher Dinge wie u.a. Vor- und Zubereitung des Essens, Reinigung der Wohnung, Wäsche waschen hingeführt.

Durch intensive Förderung der Kinder/Jugendlichen in der Bewältigung schulischer Anforderungen (regelmäßige Lernzeit) und enge Zusammenarbeit mit den Schulen (Werkrealschule und Realschule direkt nebenan; Schulsozialarbeiter des Friedrichstiftes arbeiten dort) soll erreicht werden, dass es auch durch Erfolge im Leistungsbereich zu einer Stärkung des Selbstwertgefühls kommt.

Einen weiteren Schwerpunkt unseres Vorgehens sehen wir, wenn möglich, in der Zusammenarbeit mit den Eltern. Neben der Kontaktpflege finden Familiengespräche statt mit sozialpädagogischer und/oder therapeutischer Zielsetzung:

1. Verarbeitung frühkindlicher Konflikt- und Problemlagen.
2. Veränderung der Familiendynamik im Hinblick auf das Symptomverhalten des Kindes/Jugendlichen.
3. Begleitung des Ablöseprozesses des Kindes/Jugendlichen hin zu einer eigenständigen Lebensbewältigung.

Sofern aus der Verhaltens- und/oder Erlebensproblematik eine therapeutische Begleitung notwendig erscheint, ist diese durch Therapeuten, mit denen wir zusammen arbeiten, möglich.
Ein weiterer wichtiger Teil unserer Arbeit ist die Freizeitpädagogik. Hier versuchen wir, den Kindern und Jugendlichen ein gutes Maß an aktivem Tun und entspannter Muße nahe zu bringen.